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Die Alte Kirche in
Amsterdam
Die Kirche
Die Orgeln und Sweelinck
Die 'Roôdeur' und Saskia
Chorbänke mit Miserecorden
Die Eiserne Kapelle
Die Glasmalereifenster
Gräber
Vermietung
(Engels)
Open (Engels)
(please
check first)
Monday to Saturday from 11 am untill 5
pm; Sundays from 1 pm until 5 pm.
Closed for visitors:
Yearly on: Queens' Day,
December 25 and January 1
Entrance fee:
Full Price €
5,00; Students /
Youth Card/ SeniorCard
€
4,00; Museumcard/I Amsterdam
Card free.
Children under 12 years of age free.
Groups over 10 persons €
4,00 p.p.
Higher
entrance fees are possible during exhibitions and concerts.
Visiting the Tower
(in the weekend):
Price: € 5,00
per person. Every half hour between 1 - 5 a.m.
Tours for groups in the Tower: visiting by appointment only. For reservations contact Ms. Büscher
(guide-organisation),
Phone. 020 - 6892565.
The tower is a property of the Amsterdam city council.
Location
Die Orgeln der Oude Kerk und Sweelinck
Die Oude Kerk blickt auf eine lange Orgeltradition zurück. Bereits
im 15. Jahrhundert hing eine Orgel an der Westmauer (der Turmmauer) des
Schiffs. Im Jahre 1539 wurde eine neue Orgel angeschafft, die der berühmte
Organist Jan Pieterszoon Sweelinck von 1577 bis 1621 bespielte.
Die große Orgel
1724 erteilte der Kirchenvorstand der Oude Kerk dem Hamburger
Orgelbauer Christian Vater den Auftrag, die alte Orgel durch ein völlig
neues Exemplar zu ersetzen. Vater stellte diese Orgel 1726 fertig, und
zwar zur vollsten Zufriedenheit seiner Auftraggeber: Das Instrument war
„aufs Vortrefflichste lobenswert und ausgezeichnet“. 1738 begann der Turm
zu versacken. Um die nötigen Reparaturen durchzuführen, musste die Orgel
abgebaut werden. Nach der Sanierung des Turms erhielt Johann Caspar Müller
den Auftrag, die Orgel wieder aufzubauen. Müller tat mehr, als was ihm
aufgetragen wurde: Er nahm große Veränderungen an dem Instrument vor,
nachdem er zuvor versprochen hatte, dass die Orgel nach dem Umbau „prompt
und kraftvoll sprechen wird, sodass sie auch beim Gottesdienst (d.h.
während des Gesangs) hörbar sein wird“. Bis zu der Restaurierung durch
G.F.H. Witte im Jahre 1870 blieb die Orgel von Vater und Müller im Großen
und Ganzen unverändert. Witte brachte einige Modifikationen an, das
ursprüngliche Material blieb aber weitgehend erhalten. Die Restaurierung
durch Witte war die letzte nennenswerte Veränderung an dem Instrument. Die
Orgel der Oude Kerk wurde weit über die Landesgrenzen hinaus
berühmt. Sie wurde unter anderem in dem bekannten Reisebericht von Charles
Burney (1773) erwähnt, und bis zum heutigen Tag zieht sie Orgelliebhaber
aus aller Welt – Zuhörer wie Organisten - an.
Das Orgelgehäuse wurde von Jurriaan Westerman entworfen. Oben auf der
Orgel sind das alte Stadtsiegel von Amsterdam mit der Kogge sowie das
Stadtwappen mit den drei Andreaskreuzen angebracht.
Die kleine oder Transept-Orgel
Diese Orgel wurde 1658 von dem berühmten Orgelbauer Hans Wolff Schonat
gebaut. Er verwendete dafür zum Teil die Pfeifen einer früheren Orgel von
Hendrik Niehoff, die sich an derselben Stelle befand. Die Malereien auf
den Flügeln der neuen Orgel stammen von Cornelis Brizé. Das Instrument
wurde für Konzerte benutzt, die im Auftrag des Magistrats gegeben wurden.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts geriet die kleine Orgel allmählich in
Vergessenheit. Als dann 1821 eine Orgel für die Zuiderkerk gebaut wurde,
nahm man dafür die Pfeifen der kleinen Orgel aus der Oude Kerk, und
das Gehäuse blieb leer zurück. In den Jahren 1964 und 1965 setzten die
Orgelbauer Ahrend & Brunzema aus dem ostfriesischen Loga in der Nähe von
Leer eine neue Orgel in das alte Gehäuse ein. Die Disposition stammt aus
der berühmten Dispositionssammlung des Goudaer Organisten Joachim Hess aus
dem Jahre 1774. Es entstand ein wunderschönes Instrument mit hoher
künstlerischer Aussagekraft, die noch verstärkt wurde, nachdem die Orgel
im Jahre 2001 auf die im 17. Jahrhundert gebräuchliche
'Mitteltonstimmlage' umgestimmt wurde.
Die Kabinett-Orgel
Die Kabinett-Orgel wurde 1767 von dem Amsterdamer Orgelbauer Deetlef
Onderhorst geschaffen, vermutlich im Auftrag eines Privatmanns. Im Jahre
1946 wurde sie von dem Orgelbauer A. Bik repariert, der dabei auch eine
elektrische Windzufuhr installierte. 1977 führte die Firma Adema's
Kerkorgelbouw eine umfassende Restaurierung der Orgel durch. Dabei wurde
unter anderem das Kabinett restauriert und vervollständigt sowie die 1953
aufgetragene weiße Farbschicht entfernt. Nach der letzten Restaurierung
bekam diese Orgel ihren neuen Platz im Chor der Oude Kerk.
Jan Pieterszoon Sweelinck
Der berühmteste Organist der Oude Kerk war Jan Pieterszoon
Sweelinck (1562 - 1621). Bereits im Alter von 15 Jahren wurde er als
Nachfolger seines Vaters Pieter Swybertszoon zum Kirchenorganisten der
Oude Kerk berufen. Er behielt dieses Amt bis zu seinem Tod. Bei seinem
Amtsantritt war die Oude Kerk noch eine katholische Kirche. Mit der
Alteration im Jahre 1578 wurde sie aber schon bald protestantisch.
Sweelinck blieb zwar Organist, wurde aber nun vom Magistrat der Stadt
bezahlt. Seither durfte er die Orgel nicht mehr während des
Gottesdienstes, sondern nur noch vor- und nachher bespielen. Zudem wurde
er von den Ratsherren verpflichtet, mehrmals pro Woche eine Stunde lang zu
spielen. Zu den vielen Zuhörern dieser Konzerte gehörte auch der Dichter
Vondel. Sweelincks Ruhm als Organist zog ab ca. 1606 zahlreiche polnische,
skandinavische, niederländische und vor allem deutsche Orgelschüler nach
Amsterdam. Über seine Schüler beeinflusste Sweelinck eine ganze Generation
von Organisten und wurde so zu einem der wichtigsten Grundsteinleger der
deutschen Orgelschule. Ohne seine Schüler wären die Klavierwerke von
Sweelinck längst in Vergessenheit geraten. Seine Schüler nahmen
Abschriften der Musik, die sie in Amsterdam studiert hatten, mit nach
Hause, wo sie in Bibliotheken gelangten und heute die einzige Quelle der
Werke von Sweelinck für Orgel und Cembalo sind. Neben Kompositionen für
Tasteninstrumente schrieb Sweelinck auch eine Reihe von Werken für
Vokalisten, die noch zu seinen Lebzeiten – zumeist in Antwerpen –
veröffentlicht wurden. Sweelinck starb 1621 und wurde im Chorumgang der
Oude Kerk in Sarg Nummer 100 bestattet.
Organist
Matteo Imbruno
(Engels)
Die 'Roôdeur' und Saskia
Seit 1578 waren 'die Kommissare für eheliche Angelegenheiten' für die
Ankündigung von Eheschließungen zuständig. Sie tagten in der Sakristei der
Oude Kerk, wo die Verlobten sich mitsamt ihrer Trauzeugen
vorstellen mussten. Erst wenn das Eheversprechen ordnungsgemäß eingetragen
war, durfte die Verlobung von der Kanzel der Kirche oder der Treppe des
Rathauses verkündet werden. Nach der Fertigstellung des neuen Rathauses
auf dem Dam im Jahre 1648 erhielten die Kommissare dort endlich einen
eigenen Raum.
Von der roten Tür der Sakristei der Oude Kerk ist die typisch
Amsterdamer Redewendung 'door de roôdeur gaan' ('die rote Tür
durchschreiten', also 'sich verloben') abgeleitet. Über der Tür steht die
Inschrift: 'Het is haast getrouwd, dat lange rouwt' ('Heirat in Eile,
bereut man mit Weile').
Am 10. Juni 1634 schritt Rembrandt durch die besagte rote Tür. Gemeinsam
mit dem Amsterdamer Neffen seiner Zukünftigen Saskia, dem Pfarrer Jan
Cornelis van Uylenburgh, der als gesetzlicher Vertreter der Braut auftrat,
wurde Rembrandt bei den Kommissaren für eheliche Angelegenheiten
vorstellig. Nachdem alle Formalitäten erfüllt waren und die anstehende
Vermählung in den Kirchen angekündigt worden war, wurde dem Brautpaar die
Erlaubnis erteilt, in Friesland zu heiraten. Am 22. Juni 1634 schließlich
schlossen Rembrandt und Saskia im friesischen Dorf Sint Annaparochie, wo
Saskias Vater Bürgermeister war, den Bund fürs Leben.
Im Jahre 1642 - dem Jahr, als Rembrandt sein berühmtes Gemälde 'Die
Nachtwache' fertig stellte – erkrankte Saskia. Sie starb am 14. Juni und
wurde in der Oude Kerk in der Weitkopers-Kapelle beigesetzt.
Rembrandt, der am 4. Oktober 1669 verstarb, wurde in der Westerkerk
bestattet.
Chorbänke mit Miserecorden
Obwohl die Oude Kerk zu keinem Zeitpunkt ihrer Geschichte ein
Kapitel hatte (ein Kollegium von Mönchen und Priestern, die die täglichen
Gebete singen), verfügt sie dennoch über Chorbänke. Wer diese Chorbänke
geschaffen hat, ist unbekannt. Vermutlich war es aber ein Amsterdamer
Bildhauer. Die abgebildeten Figuren sind nach der Mode des Jahres 1480
gekleidet, sodass anzunehmen ist, dass die Bänke auch in jener Zeit
entstanden sind. Die Chorbänke blieben vom Bildersturm, der die Oude
Kerk am 26. September 1566 erfasste, verschont. Die typischen Spuren
der Verwüstungen, wie zerstörte Hände und Gesichter, fehlen.
Wichtigstes Element der Amsterdamer Chorbänke sind die 'Miserecorden',
kleine Schnitzereien an der Unterseite der Sitze. Wenn die Sitze
hochgeklappt sind, bilden sie kleine Stühlchen, auf denen sich die
Chorherren, die während der Gottesdienste lange Zeit stehen mussten,
abstützen konnten. Die Miserecorden in der Oude Kerk stellen
unterschiedliche Themen dar. Die Abbildungen sind entweder reine
Verzierungen oder zeigen Szenen aus dem täglichen Leben. Sprichwörter sind
auffallend stark vertreten. Ein Drittel der ursprünglichen Miserecorden
stellt ein Sprichwort dar.
Hier wird übermäßiger Alkoholkonsum angeprangert.
Geld ist zwar nützlich, aber im Angesicht des Todes wertlos.
'Man muss segeln, wenn der Wind richtig steht': Ein Vorhaben wird
leichter, wenn man Hilfe hat.
'Zwei Narren unter einer Kappe': Zwei Menschen sind sich in allem einig,
vor allem in den falschen Dingen.
'Beim Schmieden wird man zum Schmied': Man lernt Dinge, indem man sie tut.
'Der Eine greift an, der Andere beruhigt': 'Wut', eine der Hauptsünden,
und 'Selbstbeherrschung' oder 'Sanftmut' werden hier bildlich dargestellt.
'An einem morschen Seil darf man nicht zu stark ziehen': 'Sanft an, so
reißt das Seil nicht'
'Das Geld fällt mir nicht aus dem Hintern': 'Ich habe keinen Goldesel'
'Er sitzt zwischen zwei Stühlen': Er konnte sich nicht entscheiden und
liegt nun auf dem Boden.
'Mit dem Kopf durch die Wand rennen': Schmerzhaft erkennen, dass man sich
etwas Unmögliches vorgenommen hat.
'Gegen den Ofen ist schlecht gähnen' oder 'Der muss ein großes Maul haben,
der gegen einen Backofen gähnen will': Man kann den Mund nicht so weit
aufreißen wie ein Ofenloch, darf also nichts Unmögliches anstreben.
Die Eiserne Kapelle
Hier wurden die Privilegien der Stadt in einer mit Eisenplatten
beschlagenen Kommode, auf der das Wappen von Amsterdam aufgemalt war,
aufbewahrt. Diese Kommode stand in einer Nische der Wand.
Wer die Privilegien der Stadt mit eigenen Augen bewundern wollte, musste
viele hohe Persönlichkeiten auf die Beine bringen. Die in Höhe von ca. 4
Metern über der Erde angebrachte Eisentür besaß drei Schlösser: zwei in
einem Schlosskasten und ein Hängeschloss. Die dazu passenden Schlüssel
wurden von zwei regierenden Bürgermeistern und dem Stadtsekretär
aufbewahrt. Bevor die Tür geöffnet werden konnte, musste ein Maurer den
Kalk um die Tür abhacken. Hinter der Eisentür befand sich eine weitere
abgeschlossene Tür aus Eichenholz. Nach Ablauf der Prozedur wurde die
Eisentür erneut zugekalkt.
Im Jahre 1892 zog der Archivschrank mitsamt Inhalt in das Stadtarchiv um.
Die Glasmalereifenster
Die Fenster der Mariakapelle:
31 - Mariä Verkündigung, Besuch Marias an Elisabeth; unten der Stifter des
Fensters, J.K. Hoppen, mit seiner Familie; 33 - Anbetung der Hirten,
Beschneidung; gestiftet von der Stadt Amsterdam; 34 - Maria auf dem
Sterbebett; unten die Stifter, die Familie Brunt.
Entwurf, Restaurierung und Kopien der Fenster der Mariakapelle
Entwurf von Lambert van Noort, Ausführung Digman Meynaertszn 1555;
restauriert von De Angelis 1761, J. Schouten 1905, Atelier Bogtman 1961.
Entwurf von Dirk Crabeth (?) 1555; Entwurf des oberen Teils von G. van
Houten, ca.1700; restauriert von J. Schouten 1894, Atelier Bogtman 1962.
Fragmente der von De Angelis 1761 restaurierten Tafeln; 1979 von Atelier
Bogtman eingesetzt (vgl. Nr. 31 und 33).
Tafeln der 'Anbetung der Hirten', von De Angelis 1761; 1979 (Nr. 26) und
1968 (Nr. 56) von Atelier Bogtman eingesetzt (vgl. Nr. 33).
Tafeln von 'Mariä Verkündigung' und 'Besuch Marias an Elisabeth' von De
Angelis 1761; 1977 von Atelier Bogtman eingesetzt (vgl. Nr. 31).
Übrige Fenster
Wappen der Bürgermeister und Ratskollegen von 1758 bis 1807:
begonnen von De Angelis 1758.
Wappen der Bürgermeister von Amsterdam von 1578 bis 1757; begonnen von
Pieter Janszn 1654 (vgl. Nr. 35).
Fensterrosen,
Taube kehrt zur Arche Noah zurück (36), Alpha und Omega, Speisung der
Fünftausend (43); Entwurf Karla Wenckebach 1970.
Friede von Münster
1648; Entwurf Pieter Janszn 1655, restauriert von J. Schouten, 1911.
Embleme der Herzöge von Burgund, Feuerzeug und Knüppelkreuz;
Pfeilkreuz; Rekonstruktion nach einem Stich aus dem 17. Jahrhundert von
C.J. Visscher.
Gräber
im internet
In
www.gravenopinternet.nl.
Die Suche nach dem Leben der Amsterdamer, die unter den Grabsteinen der
Oude Kerk von Amsterdam begraben wurden.
Mit dem Suchergebnis kann man die Suche im Digitalen Stammbaum der
Niederlande 'De Digitale Stamboom van Nederland' fortsetzen. Das ist das
Online-Archiv der verschiedenen Gemeinden in den Niederlanden, erreichbar
über
http://graven.mindbus.nl.
Matteo
Imbruno
was born in Pietramontecorvino, a little town in the heel of
Italy. At nineteen, he had his first encounter with music, finished his
general education and started taking organ lessons with renowned organist
such as H.Vogel, M. Chapuis, M.Torrent and M. Radulescu.With Radulescu he
studied the organ music of J.S.Bach exclusively for two years.
Coached by Liuwe Tamminga, he also studied Italian organ repertoire from
the 15th and 16th centuries.
In 1997 Mr Imbruno successfuly passed the exam" Uitvoerend Musicus
Orgel " (concert organist), after his studied at the Conservatory of
Rotterdam with Bernard Winsemius, and at the Utrecht Conservatory with Jan
Welmers.
After this he continued his studies at the Musikhochschule in
Luebeck with Martin Haselboek. At the moment he is organist of this old
church in Amsterdam,where he also organises organ concerts. He gives
concerts in the Netherlands and abroad and has recorded several cd`s.
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